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Batman v Superman: Dawn of Justice

Posted by Andy on 14. April 2016 in Filme |
Batman v Superman: Dawn of Justice Book Cover Batman v Superman: Dawn of Justice
Henry Cavill, Ben Affleck, Gal Gadot, Amy Adams, Jesse Eisenberg

Pro:
Gute Darsteller
gute Action
interessanter Grundgedanke

Contra:
schlechte Umsetzung
nicht gut ausgearbeiteter Schurke

Habe mir den Film vor kurzem angesehen. So ganz kann ich die überwältigend schlechten Kritiken nicht verstehen. Ja, der Film hat seine Fehler, aber er ist bei Weitem nicht so schlecht, wie die ganzen Kritiker ihn beurteilen.

Die Grundfrage ist sogar sehr interessant, sowie der Konflikt zwischen Batman und Superman. Die Ausführung ist es, die schlecht gemacht wurde. Die Frage, wie weit Superman gehen darf und was passiert, wenn er sich irgendwann gegen die Menschheit wendet, sind interessant gewählt. Auch die Angst von Batman, was Superman tun könnte ist nachvollziehbar. Nicht allerdings der Auslöser. Bruce Wayne sieht, wie Superman im Kampf gegen die Kryptonier mehrere Gebäude in Gotham City zerstört und muss machtlos mit ansehen, wie Angestellte von ihm verletzt und getötet werden. Doch hier nun einen Haß auf Superman zu entwickeln ist völlig unlogisch. Sollte er sich hier nicht eher fragen „Wie viel schlimmer wäre es der Welt ergangen, wenn Superman die anderen Kryptonier nicht aufgehalten hätte?“. Das wäre eigentlich die logische Konsequenz, anstatt ihm die Schuld an der Zerstörung zu geben. Klar hätte auch hierher die Frage kommen können, was Superman der Welt theoretisch antun könnte, und ob ein solch starkes Wesen ungehindert schalten und walten darf. Doch die ganze Art und Weise wie alles zusammen kommt, passt hier eben nicht.

Nicht nur, dass wir einen Batman haben, der selber Leute umbringt, (und zwar weit mehr als Superman), nein, hier passt einfach vieles nicht. So auch der Ende des Kampfes der Beiden. Nur weil Superman ihm sagt, er soll Martha retten, entscheidet sich Batman dagegen, Superman aufzuhalten. Nehmen wir mal an, er hätte das auch getan, wenn Superman gesagt hätte „rette meine Mutter“ anstatt den Namen Martha zu nutzen (die Mutter von Bruce hieß ebenfalls Martha), so ist dies einfach unlogisch. All seine Befürchtungen und Ängste, was Superman im Stande ist zu tun, sollten sich nicht dadurch auflösen. Wenn er wenigstens gefragt hätte, Warum Superman den Warlord und alle bei Gericht umgebracht hat, und dieser ihm glaubhaft versichern hätte können, dass er es nicht getan hat, das wäre schon logischer gewesen, aber das hier war einfach nur dumm geschrieben.

Ein weitere Schwachpunkt ist Lex Luthor. Mich stört hier nicht der Schauspieler, sondern wie die Rolle angelegt wurde. Zum einen sind seine Motive nie klar ersichtlich. Angst vor Aliens kann es nicht gewesen sein, denn dann hätte er niemals getan, was er letztendlich tut. Zum anderen kommt er ab und an wahnsinnig rüber. Allein die Ansprache auf der Spendengarla, oder wie er dem Regierungsbeauftragten ein Bonbon in den Mund schiebt. Auch war es unlogisch, dass er seine Mitarbeiterin einfach opfert, ohne dass dies nötig gewesen wäre.

Ansonsten aber war der Film von den Effekten her sehr nett. Als Action Kracher und Popcorn-Kino kann man absolut nichts gegen den Film sagen. In diesem Bereich erfüllt er, was er verspricht. Vor mir bekäme er 7 von 10 Sternen.

Eine weitere Anmerkung allerdings noch: DC sollte tun, was Marvel tut. Alle Serien und Filme in einem Universum spielen lassen. Sie hätten einfach den Darsteller von Flash aus der Serie nehmen sollen, anstatt einen eigenen zu casten.

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